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Online-Werkzeuge

Videokonferenzen mit BigBlueButton

Ich benutze BigBlueButton (oder kurz: BBB) für Videokonferenzen, für Einzelgespräche und auch für Gruppen. Darüber kann man bequem und sicher miteinander sprechen, gemeinsam Präsentationen oder den eigenen Bildschirm ansehen, Notizen oder auch Zeichnungen machen.

Was brauche ich, um BBB zu benutzen?

BigBlueButton läuft komplett im Browser. Das heißt, dass Du keine App oder irgendein Programm installieren musst. Du kannst BBB mit jedem Gerät benutzen, mit dem Du auch Webseiten angucken kannst. Du musst auch kein Nutzerkonto anlegen, sondern ich schicke Dir einen Link zu, der Dich zu der richtigen Adresse führt. Dort musst Du nur noch einen Namen (muss nicht der echte Name sein) eingeben und auf “Beitreten” klicken, und Du bist dabei.

Hinweise, Empfehlungen

  • Nachdem Du auf “Beitreten” geklickt hast, siehst Du erst eine Meldung, dass Du auf Erlaubnis warten musst. Das liegt daran, dass die Räume so konfiguriert sind, dass der Moderator (ich) jeden Teilnehmer einzeln zulassen muss. Damit stelle ich sicher, dass niemand sich in einen Raum “schleichen” kann, während eine Besprechung läuft.
  • Zu Beginn gibt es einen “Echo-Test”. Damit testet der Server, ob Dein Mikrofon angeschlossen und eingeschaltet ist, und die Verbindung für Tonübertragung funktioniert. Evtl. fragt Dein Browser auch erst noch nach, ob er das Mikrofon benutzen darf (und welches Mikrofon, falls mehrere angeschlossen sind). Dem solltest Du in diesem Fall natürlich zustimmen.
  • Die Videoübertragung von Dir ist am Anfang erst ausgeschaltet. Du musst am unteren Rand der Seite auf das Symbol mit der Videokamera klicken, damit ich Dich sehen kann. Auch dabei fragt der Browser meist erst um Erlaubnis, ob er die Kamera benutzen darf.
  • Eine Videokonferenz braucht eine stabile Netzwerkverbindung und einiges an Datenvolumen. Deshalb ist es – wie bei allen Videokonferenzen – besser, zuhause mit einem stabilen WLAN mitzumachen als von unterwegs mit Mobildaten – aber auch das ist natürlich möglich.
  • Mehr Informationen gibt es (leider nur auf Englisch) auf den Hilfevideos und auf der Hilfeseite der Entwickler.
  • Bei unserem ersten Termin können wir ein paar Minuten früher anfangen. Dadurch hast Du etwas Zeit, Dich mit der Benutzung von BBB anzufreunden, und wir können eventuelle Schwierigkeiten mit Ton oder Video in den Griff bekommen, bevor es losgeht.

Geteilte Dokumente via mailbox.org

Falls die Funktionen für Notizen und Zeichnungen innerhalb einer BBB-Sitzung nicht ausreichen, kann ich im online office von mailbox.org mit Dir zusammen an Text-Dokumenten, Grafiken, Tabellen oder Zeichnungen arbeiten. Dafür brauchst Du auch kein Nutzerkonto. Du bekommst von mir ein Link zugeschickt über das Du zu dem Dokument gelangst. Das online-Office läuft auch komplett im Browser, Du musst also keine Programme installieren, und es funktioniert auf jedem Gerät, das Websiten anzeigen kann. Am Ende einer Sitzung kannst Du das Dokument für Dich selbst herunterladen.

Direktnachrichten (Signal und Threema)

Die beiden Messenger, die ich benutze, laufen auf jedem Smartphone und lassen sich sehr leicht benutzen.
Signal ist an eine Telefonnummer gekoppelt, und läuft deshalb z.B. nicht auf Tablets, die keine mobile Datenverbindung haben. Dafür gibt es bei Signal auch Anwendungen für den PC oder Laptop, die aber erst an das Mobilgerät “gekoppelt” werden müssen.
Threema läuft nur auf Mobilgeräten, aber dafür braucht man dafür keine Telefonnummer. Das heißt, dass es auch auf Tablets läuft, die nur per WLAN ins Internet kommen, und dass man anderen Leuten nicht seine Telefonnummer verraten muss. Wie ich per Signal oder Threema erreichbar bin, steht auf der Kontaktseite

Wie sicher sind diese Hilfsmittel?

E-Mail

Mailbox.org geht über die Anforderungen der DSGVO noch hinaus, und hat auch ein besonders gründliches Sicherheitskonzept. Aber generell ist E-Mail kein besonders sicheres Medium. Nicht nur die Betreiber aller beteiligten E-Mail-Server können jede Nachricht mitlesen, sondern je nach Betreiber und Einstellungen des Servers sind E-Mails auch auf dem Rest des Wegs nicht geschützt. Viele Betreiber von kostenlosen E-Mail-Diensten werten automatisch aus, wer mit wem in Kontakt steht (oder sogar die Inhalte von Nachrichten), um zielgerichtetere Werbung schalten zu können. Deswegen empfehle ich, keine empfindlichen Details in E-Mails zu schreiben und lieber andere Kontaktmöglichkeiten zu nutzen.

Signal und Threema

Beide Messenger, die ich benutze, sind in letzter Zeit unabhängig geprüft und für sicher befunden worden (Threema, Signal[1][2]). Die Nachrichten sind auf dem gesamten Weg sicher verschlüsselt und für den Betreiber nicht lesbar. Die Betreiber sammeln keinerlei Nutzerdaten und haben in vielen Fällen auch gar keine Möglichkeit dazu. Signal erlaubt außerdem Gespräche so zu konfigurieren, dass alle Nachrichten nach einer gewissen Zeit automatisch gelöscht werden.

Geteilte Dokumente via Mailbox.org

Die Dokumente im online office sind sicher verschlüsselt, und auch die Mitarbeiter von mailbox.org haben keinen Zugriff auf die Inhalte. Die Verbindungen zum Server sind auch immer verschlüsselt. Außer mir selbst kannst nur Du an die Dokumente (während einer Sitzung, wenn ich Dir den Link dazu schicke), und nach der Sitzung beende ich die Freigabe wieder. Sogar jemand, der oder die irgendwie Dein Link in die Hände bekommt, kann dann nicht an das Dokument gelangen.

Wie sicher ist BBB?

BigBlueButton verschlüsselt immer alle Datenverbindungen mit Methoden, die allgemein als sehr sicher anerkannt sind (Details hier in Englisch). Die Software ist quelloffen. Das heißt dass jeder Mensch der sich auskennt, prüfen kann, dass es korrekt funktioniert und genau das tut, was es soll. Wenn Sicherheitsprobleme gefunden werden, werden sie normalerweise recht schnell veröffentlicht. Im Moment (Februar 2021) sind keine größeren Probleme bekannt.
Mein Server ist so eingerichtet, dass er die minimal nötigen Daten protokolliert und keine Aufzeichnungen von Besprechungen zulässt. Außer den Teilnehmern kann also niemand sehen oder hören, was während der Besprechungen passiert, auch nicht der Betreiber.

BBB wird außerdem nicht von einem zentralen Server betrieben, sondern es gibt viele verschiedene unabhängige Anbieter von Servern. Deshalb gibt es keinen zentralen Dienst, der versuchen könnte, die Daten aller Nutzer zu sammeln, und man kann sich den Anbieter selber aussuchen. Vor allem Anbieter von BBB haben in einem Test des Berliner BfDI (PDF) sehr gut abgeschnitten, im Gegensatz zu den meisten anderen Diensten. Mit dem Betreiber meines Servers habe ich direkt absprechen können, welche Einstellungen am sichersten sind.